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Schwarze Katzen und der Aberglaube

vom 30. Okt, 2013

© kikkerdirk - Fotolia.com

Nachts sind alle Katzen grau, murmelt der Volksmund. Und zu der Weisheit vom Grausein nächtlicher Vierbeiner gesellt sich immer auch eine alte Furcht vor schwarzen Katzen. Die Sagen und Märchen wimmeln, neben schwarzen Raben und Fledermäusen, auch von schwarzen Katern und Kätzchen. Sie stehen unter Generalverdacht mit dem Unglück in Bunde zu stehen. Wie aber ist es zu diesem düsteren Ruf gekommen? Nun, hier steckt der Schlüssel zu großen Geheimnissen im Schloss: Nichts weiter, als das ausgeprägte nächtliche Leben der Katzen ließ sie seit dem Mittelalter zum Gegenstand des Aberglaubens werden, lange nachdem sie bereits in den menschlichen Behausungen ihren Platz gefunden hatten. In Ägypten wurden Katzen bekanntlich aufs allerhöchste heilig gehalten und kamen dann ab dem 4. Jahrhundert mit den Römern als Hauskatze nach Europa. In der germanischen Mythologie treten sie als Lieblingstiere der heidnischen Göttin Freya in Erscheinung. Das war ein weiterer Anlass, den Samtpfoten etwas Dämonisches anzuhaften, denn die im Mittelalter erstarkende Kirche sah in diesen heidnischen Tieren etwas Satanisches, zumal wenn sie mit der Farbe der Nacht das Dunkle und Unbekannte an sich zeigten. So wurden die geliebten Mäusefänger mitunter zu zweifelhaften, hexerischen Hausgenossen und fanden Eingang in Aberglaube und Sprichwort.

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